Wir kaufen zu viel ein und wir werfen zu viel weg.

Jedes achte Lebensmittel, das wir einkaufen, werfen wir weg. Viele davon original verpackt und ungenutzt. Wir kaufen zu viel ein, lagern unsere Lebensmittel falsch, verwerten Reste nicht weiter. Ab jetzt soll sich das ändern. Du kannst es ändern.

Wie also lagert man Früchte und Gemüse richtig?

Lagert man alle Früchte auf die gleiche Weise? Und wie lagert man Wurzelgemüse? Wie Blattgemüse und Salate?
 
Da kommt man vom Wocheneinkauf nach Hause und schon hat man eine Sammelsurium  in der Küche und das will verräumt werden.
 
Der erste Gedanke, alles in den Kühlschrank. Und dann wundern wir uns, warum die Tomate nicht mehr schmeckt, der Salat welkt, die Möhren weich und die Radieschen schrumpelig werden. Die knackigen Kräuter stellen wir in´s Wasser und ans Fenster. Und schon am nächsten Morgen hängt alles Grüne müde im Glas.

Damit du einen schnellen Überblick bekommst hier eine kleine Liste:

Zitrusfrüchte

Sie kommen aus dem Warmen und mögen keinen Kühlschrank.
Sie mögen aber genausowenig ein kuschelig warmes Winterwohnzimmer. Dann trocknen sie schnell aus

Exoten

Mango/Papaya/Bananen
kein Kühlschrank, sie fühlen sich wohl ab 15 Grad
Avocado nur wenn sie ausgreift sind, um sie ein paar Tage länger zu lagern

Äpfel, Birnen und Co

Einheimisches Kernobst wie Äpfel, Birnen etc. sind nicht so kälteempfindlich. Eine Speisekammer oder ein kühler Platz sind ideal.

Steinobst

Am besten du kaufst es reif, dann schmeckt es einfach am besten. Nur dann lässt es sich nur wenige Tage lagern.

Beeren

Auch Beeren wollen schnell gegessen werden. Ideal wäre es, wenn sich die Beeren in der (flachen) Schüssel nicht gegenseitig berühren können. Beeren (insbesondere Erdbeeren und Himbeeren) neigen bei Lagerung zu Schimmelbildung und stecken sich schnell an.

Tomaten, Gurken und Paprika

Die typischen Fruchtgemüse Tomaten, Gurken und Paprika, aber auch Zucchini, Auberginen und Kürbisse stammen allesamt aus sehr warmen Regionen wie Südamerika, Indien oder Arabien. Dies ist ein Hinweise dafür, dass alle diese Gemüse die Kälte im Kühlschrank einfach nicht mögen.

Bei Zimmertemperatur aber verderben Gurken, Paprika, Zucchini und Auberginen ziemlich rasch. Sie beginnen schnell, weich und runzelig zu werden.
Verwendet man die Gemüse noch am selben oder auch am nächsten Tag, kann man sie in perforierten Plastikbeuteln in der Küche liegen lassen. Will man Gurke & Co jedoch erst im Laufe der Woche verbrauchen, dann sollten sie doch in den Kühlschrank. Dazu wickelt man die Gemüse gut in Frischhaltefolie ein und lagert sie im Gemüsefach.

Tomaten jedoch, die gehören nie in den Kühlschrank.

Zwiebeln und Kartoffeln

Zwiebeln und Knoblauch (trocken) werden luftig und trocken aufbewahrt. Kennt ihr noch die Zwiebeltöpfe von damals? Im Kühlschrank haben weder die einen noch die anderen etwas verloren. Den Wärme liebenden Zwiebeln ist es dort zu feucht und zu kühl. Sie beginnen daher im Kühlschrank gern zu schimmeln.
Kartoffel lieben es kühl und dunkel aber damit ist nicht der Kühlschrank gemeint.
Für den Fall wandelt sich die Stärke der Kartoffel rasch in Zucker um und die Kartoffeln schmecken merkwürdig süss.

Blattgemüse, Kräuter und Salate

Blattgemüse, Kräuter und Salate sowie Busch- und Stangenbohnen, Zuckererbsen und Erbsen nämlich lagert man verpackt in Kunststoffboxen – und zwar im Kühlschrank.

Sind die Gemüse sehr trocken, legt man ein feuchtes Tuch in die Tüte oder Box zum Salat. Frisch geerntete Salate und Spinat o. ä. sind jedoch meist noch feucht und benötigen das Tuch nicht. Würde man diese Gemüse ohne Folie bzw. Box in den Kühlschrank legen, werden sie im Nu schlapp und welk.

Auch das Kräutersträusschen im Wasserglas welkt, da die Verdunstung grösser ist als die Kraft, ausreichend Feuchtigkeit aufzunehmen.

Wurzelgemüse

Genau wie Blattgemüse lagert man auch Knollen, Wurzeln, Spargel und viele Kohlgemüse. In diese Gemüsegruppen gehören also z. B. Karotten, Rote Bete, Radies, Pastinake, Kohlrabi, Brokkoli, Rosenkohl und viele weitere. Pack sie in ein feuchtes Tuch, dann in Frischhalteboxen und pack sie in den Kühlschrank.

Generell gilt: Nicht in Papiertüten lagern, das Papier entzieht Feuchtigkeit.

Schlusswort:  Am besten frisch ernten und dann mit Liebe zubereiten und essen.
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