CRAFT BRÄU – Handgemachtes Bier aus Dießen

Das Craft Bräu in Dießen. Ein sehr uriger Platz mitten in Dießen. Ein Treffpunkt für Freunde von handgemachtem Bier und handgemachter Musik. Unbedingt merken und ausprobieren! Jetzt beim Töpfermarkt gibt es auch Käse von der Ammersee Käserei.
500 Jahre Reinheitsgebot: Auf den Spuren des Bieres

Das Reinheitsgebot zum Brauen von Bier ist in diesem Jahr 500 Jahre alt geworden. Im April 1516 wurde das Bayerische Reinheitsgebot von Herzog Wilhelm IV. verfügt. Noch heute ist es im Prinzip verpflichtend, auch wenn die Hefe für den Brauprozess damals noch nicht entdeckt war. Der Deutsche Brauer-Bund feiert es als „die älteste, noch heute gültige Lebensmittelgesetzgebung der Welt.“ Wer nicht Malz, Hopfen, Hefe und Wasser verwendet, darf nicht „Bier“ auf das Etikett schreiben.

Doch gibt es eine bayerische Biergeschichte, die noch weiter zurückgeht.

Schon die Mönche brauten Bier in der Klosterbrauerei Andechs 

Seit 1458 gab es im Kloster Andechs ein Schankrecht für das Andechser Bier. Und auch in Andechs ist das Reinheitsgebot unantastbar!

Von Andechs nach Dießen am Ammersee

bier-holz-779x1030Endlich! 100 Jahre nach der Schließung des Unterbräu gibt es seit 2015 wieder eine Brauerei in Dießen. Sie trägt den Namen Craft Bräu. Was im ersten Moment irgendwie amerikanisch klingt. Aber – das will nicht bedeuteten, das hier etwas anderes sich Bier nennt – als es das Reinheitsgebot verlangt.

Im Gegenteil beim Craft Bräu machen die beiden Inhaber Claus Bakenecker und Dr. Martin Hug alles von Hand.

Kleine Bierkunde- Was gehört ins Bier?

Wasser

Das Brauwasser ist der Hauptbestandteil des Bieres: Zu mehr als 90 Prozent besteht es aus diesem natürlichen Rohstoff.

Malz

Ob blond, ob braun oder schwarz, bernsteinfarben oder lichthell, ob süßlich oder würzig – das Braumalz gibt dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe. In der Mälzerei werden die Getreidekörner durch Zugabe von Wasser zum Keimen gebracht und dann getrocknet (gedarrt). Mit dem Malz, das so entsteht, wird in der Brauerei der Sud angesetzt.

Hopfen

Und dann noch der Hopfen. Der Hopfen gilt als die „Seele des Bieres“, denn er verleiht dem Bier sein spezifisches Aroma und seinen typischen herben Geschmack.

Hefe

Die Hefe bringt´s – denn sie bringt die Bierwürze zur Gärung und wandelt dabei den Zucker des Malzes in Alkohol und Kohlensäure um. Obergärige Hefen schwimmen am Ende des Prozesses an der Oberfläche des Bieres, untergärige Hefen setzen sich am Boden der Gärgefäße ab. Dadurch unterscheiden sich obergärige (z. B. Alt, Kölsch, Weizen) und untergärige Biere (z. B. Pils, Export).

So machen es auch die beiden Brauer vom Craftbräu und wenn die Arbeit getan ist müssen sie nur noch vier Wochen warten, bis der Trunk Gaumen und Gemüt erfreut.

Seit diesem Jahr gibt es zwei Sorten:

Craftstoff

  • Das Traditionsbier seit 2014
  • bernsteinfarben
  • malzig
  • vollmundig
  • naturtrüb

Hellmut

  • Das „Bayerische Pils
  • hell
  • hopfenaromatisch
  • ausgewogen bitter
  • naturtrüb
 

Und da man Bier am besten in Gesellschaft trinkt, gibt es in Dießen jeweils am Dienstag und Donnerstag den Gassenschank. Mit Käse und Live Musik. Es darf auch getanzt werden, wie gestern wo Irish Folk der Gassenhauer war.

Kommt einfach vorbei in der Mühlstrasse 12 in Dießen und holt euch frisch gebrautes Bier in der Flasche mit Bügelverschluss, im Fass oder in einem urigen Gefäß eurer Wahl ab.

Hier geht´s zum Craft Bräu

Lässt man den Hopfen weg und gibt der Sache ein paar Jahre Zeit, dann genießt man Whisky. Wie´s geht kannst du hier nachlesen.

Über die beiden Brauer:

Claus Bakenecker

Claus macht schon immer gern viele Sachen selbst und weil ihm Bier ganz wichtig ist, seit ca. 3 Jahren nun auch Bier – zusammen mit dem Martin. Eigentlich ist Claus Diplom Sportlehrer und denkt sich Puzzles aus, wenn mal Zeit ist. Aber die Liebe zum Bier und eine spannende Begegnung mit einem Brauer in Hamburg gaben den entscheidenden Kick. Malzig, süffig, nicht zuviel Alkohol – es lebe das Craft Bräu!

Dr. Martin Hug

Martin ist Chemiker, Wirtschaftler, Berater und verheiratet mit einer kleinen Micro Brauerei. Viel zu tun, aber auch sehr praktisch – endlich kann Martin das Bier brauen, das ihm selbst am besten schmeckt. Malzaroma, süffig, vollmundig, aber nicht zu stark. Darauf hat er lang gewartet: seit seinem fünften Lebensjahr ist er leidenschaftlicher Biertrinker und nun endlich selbst Brauer. Und weil Brauen einen echten Suchtfaktor hat und Brauer nur noch übers Brauen reden, machen wir jetzt hier mal Schluss.

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