BR | Seenflimmern Chiemsee

Bayern erleben

Seenflimmern – Der Chiemsee

Seen sind ein Inbegriff von Freiheit. Sie sind Traum- und Fluchtorte, Oasen des Alltags, Schmuckstücke der Landschaft. Orte voller Geheimnisse, aber auch Herausforderung und ein besonderer Lebensraum für Mensch und Tier. Die dreiteilige Reihe „Seenflimmern“ zeigt bayerische Seen in ungewöhnlichen Aufnahmen. Neben spannenden, unkonventionellen Protagonisten werden die Seen in den Mittelpunkt der Erzählung gestellt, um so einen neuen Blick für Bekanntes und Vertrautes zu schaffen.

Florian Lex wollte, im Gegensatz zu seinem Zwillingsbruder, nie weg von der Fraueninsel. Schon als Bub hat er es geliebt, mit seinem Großvater auf den Chiemsee hinauszufahren, um zu fischen. Heute führt er die Fischerei Lex auf der Insel in der 8. Generation. Für ihn ist ein Tag gelungen, wenn er morgens um fünf Uhr den Fang einholen und am Nachmittag seinem Lieblingssport nachgehen kann. Florian Lex war auf der ganzen Welt unterwegs zum Kytesurfen.
Am schönsten aber ist es für ihn am Chiemsee. Wo König Ludwig II. ein Abbild von Schloss Versailles schaffen wollte, unzugänglich und den Blicken der Öffentlichkeit entzogen, lebt und arbeitet Jakob Nein, ein Landschaftsgärtner, Jäger und ein absoluter Naturmensch. Er ist verantwortlich für den Wald, die Wiesen und die rund 60.000 Freilandblumen, die alleine den Schlosspark auf Herrenchiemsee schmücken. Jakob Nein mag es, die Elemente Erde und Wasser täglich zu spüren. Er hat sich daran gewöhnt, dass er nicht einfach mal so von der Insel wegkommt. Das Wasser bildet die Barriere. Wenn die Touristen weg sind und Stille herrscht, dann hat er „seine Insel“ ganz für sich. Für die Biologin Katharina Stöckl und ihr Team ist der See Forschungsobjekt. Sie sucht auf dem Gewässergrund nach Süßwassermuscheln, die eine wichtige Rolle im Ökosystem einnehmen, weil sie das Wasser sauber halten und diversen Fischarten einen Platz zum Laichen bieten. Aber auch in bayerischen Seen sind die Muscheln bedroht. Alle Bandmitglieder der „Lischkapelle“ haben ihre Wurzeln im Chiemgau, und der Chiemsee zieht sie auch heute noch magisch an: als Inspirationsquelle für Texte, zum Fotoshooting und für Konzerte. Sie verwenden zwar traditionell bayerische Instrumente wie Ziach, Tuba und Posaune, sind aber längst in der Pop-Musik angekommen.

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