Yin Yoga – Loslassen üben

Mittwoch war ich das erste Mal in einer Yin-Yoga-Stunde. Und – es hat mir sehr gut getan. Nach anfänglichem Zögern fühlte ich mich entspannter und ruhiger denn je. Durch das lange Verweilen in den Asanas bekommst du die Gelegenheit dich viel tiefer zu spüren als dies bei üblichen Yoga-Übungen der Fall ist. Klar, kann das auch zur Herausforderung werden wenn du das Gefühl bekommst das dein Körper alles festhält und du gar nicht erst in die Position hineinkommst. Wenn du dann ohne Anspruch und Druck deinem Körper die Zeit gibst die Position einzunehmen, desto mehr lässt er los und du kannst tiefer und tiefer hinein sinken und entspannen. Und zwar die Muskulatur und den Geist.

Was ist Yin Yoga?

Yin und Yang bilden eine Einheit. Yang ist die männliche Kraft. Dieser Kraft werden unseren Muskeln zugeordnet ist und unser Geist, der ständig in Bewegung ist. Yin steht für die weibliche Energie, die uns zur Ruhe kommen lässt und uns entspannt. Das eine kann nicht ohne das andere sein.

Yin Yoga kommt aus dem Hatha Yoga und ist ein ruhiger, tendenziell passiver Yogastil, der hauptsächlich im Sitzen oder Liegen praktiziert wird.

Ein Merkmal des Yin-Yogas ist, dass der Rücken immer rund ist. Im Gegensatz zum dynamischen Yoga, wo wir den Rücken bewusst gerade halten. Der runde Rücken trägt zur Dehnung bei. So können wir besser in den tiefen Schichten arbeiten.

Yin Yoga eignet sich damit besonders als Ausgleich zu eher bewegungsorientierten Yoga-Praktiken, um tiefe Selbstwahrnehmung und Entspannung zu erfahren. Yin Yoga hat aus dem Grund einen großen therapeutischen Wert und dient sehr gut als Übungsstufe oder Vorstufe zur Meditation.

Was bewirkt Yin Yoga?

Man nimmt sich wieder besser wahr, man spürt den Körper in der Entspannung intensiv. Wir sind ja als Kopfmenschen viel mehr im Yang. Immer denken wir, selten kommt der Geist zur Ruhe. Wen wundert es da, dass der Körper es dem Geist nachmacht. Die Muskulatur arbeitet, und dies permanent und hält fest.

Diese Anspannung zu erspüren ist eine große Kunst. Das Herausfordernde am Yin Yoga ist das Loslassen. Gelingt dir das, dann entspannt die tiefliegende Muskulatur die Faszien – und die sind – wo doch Faszientraining das große Trendthema ist – keine Erfindung der Neuzeit.

Was wenn ich einfach nicht beweglich bin?

Yin Yoga ist eine Methode sich wieder besser wahrzunehmen und dies ohne Anspruch, wie es denn aussieht. Im Yin Yoga kannst du ganz bewusst viele Hilfsmittel nutzen. Dazu zählen Decken, Kissen, Blöcke und Gurte oder auch Faszienbälle oder was du zu Hause hast, das den gleichen Zweck erfüllt.

Sei achtsam. Höre auf Deinen Körper und gehe nicht von Anfang an Deine Grenzen. Sinke viel mehr Stück für Stück in die Haltung. Dadurch erhöht sich von ganz alleine in deinem Körper die Flexibilität. Anspannungen können gelindert und vielleicht sogar gelöst werden. Der gesamte Chi-Fluss in deinem Körper harmonisiert sich.

Hier kannst du Yin Yoga ausprobieren:

YIN YOGA mit Tamara Messerschmidt IMMER MITTWOCHS VON 18:00 – 19:30

In Herrsching im Namaste

Oder Online bei yogaeasy.de

keine Kommentare vorhanden

Kommentar verfassen