Wintersonnenwende 2015

Die Wintersonnenwende – die längste Nacht – naht. Viele Menschen sehnen sich jetzt nach dem Licht der Sonne. Gefühlt dauert es lange bis der Nebel die Morgensonne freigibt und der Tage beginnt. Der Winter umfasst uns oft mit dem Gefühl in dunkler Nacht aufzustehen und im Dunklen wieder heimzukommen. Wir erinnern uns ein wenig wehmütig an den in diesem Jahr so wunderbaren und heißen Sommer.

Doch ist das Jahresende auch die Zeit zur Ruhe zu kommen – eine Zeit der Besinnlichkeit. Beobachte mal den Sternenhimmel. So dunkel wie uns der Tag erscheint umso heller leuchten die Sterne. Der Winterhimmel jetzt besonders klar und schön. Und auch das Kerzenlicht ist eine Wohltat. In früheren Jahren saßen die Menschen gemeinsam um das Feuer und haben hineingeschaut und vielleicht auch in ihre Seelen geschaut. Wir haben das Gefühl noch, wenn wir einen Kamin oder Kaminofen anzünden. Dein Fernseher obwohl er eine gewisse Ähnlichkeit hat, vermittelt das Gefühl nicht

Die Wintersonnenwende findet in diesem Jahr am 22. Dezember statt. Zur Wintersonnenwende erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel der Erde die geringste Mittagshöhe über dem Horizont. Auf der Südhalbkugel sind die Verhältnisse umgekehrt, während des dortigen Winters ist auf der Nordhalbkugel Sommer.

Die Wintersonnenwende markiert den Beginn des astronomischen Winters. Zur Wintersonnenwende erreicht die Sonne im Jahreslauf ihren tiefsten Stand in Bezug auf den Meridiandurchgang. Zu diesem Zeitpunkt herrscht der kürzeste Tag und die längste Nacht, weil der größere Teil der täglichen Sonnenbahn unterhalb des Horizonts liegt. Nahe den Polarkreisen gibt es zur Wintersonnenwende einen Tag ohne Sonnenaufgang. Während dieses Zeitraums liegt die tägliche Sonnenbahn am Nordpol vollständig unterhalb des Horizonts.

Obwohl der Tag der Wintersonnenwende der kürzeste Tag ist, tritt der früheste Sonnenuntergang bereits etwa zehn Tage früher und der späteste Sonnenaufgang erst etwa zehn Tage später ein. Ursache hierfür ist die Zeitgleichung, welche die Differenz zwischen der wahren Sonnenzeit („wahre Ortszeit“) und der mittleren Sonnenzeit („mittlere Ortszeit“) eines Ortes bezeichnet.

Da ab dem 21./22. Dezember die Tage wieder länger werden, war die Wintersonnenwende in vielen antiken und frühmittelalterlichen Kulturen ein wichtiges Fest, das oft ein paar Tage vor bzw. nach dem Datum der tatsächlichen Sonnenwende gefeiert wurde.

Im Anschluss an die Wintersonnenwenden beginnen am 24. Dezember die Zeit der Rauhnächte.

Eine ganz besondere Zeit.

 
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