10 Tipps. Wie erkenne ich ein richtig gutes Olivenöl?

Olivenöl ist ein Pflanzenöl, das aus ganzen Oliven, den Früchten des Olivenbaums gewonnen wird.

Bei der  Herstellung von Olivenöl werden die ganzen Oliven (mit Fruchtfleisch und Kern) zunächst gemahlen. Anschließend wird die Flüssigkeit (Fruchtwasser und Öl) durch Zentrifugieren oder die Kaltpressung von den festen Bestandteilen getrennt.

1. Was bedeutet die Definition Natives Olivenöl extra?

•    Nativ (naturbelassen) heißt, dass bei der Olivenölherstellung nur bewährte mechanische Verfahren zum Einsatz kommen dürfen, wie beispielsweise die Kaltpressung oder Kaltextraktion. Natives Olivenöl ist also ein echtes Naturprodukt.
•    Extra steht für die höchste Qualitätsstufe unter den Olivenölen und bedeutet, das Öl erfüllt die höchsten Anforderungen an Geschmack und Zusammensetzung. Ausschlaggebend ist hier besonders der Säuregehalt.

Tipp: Somit ist schon mal eines klar. Unter der unüberschaubaren Zahl an Olivenölen achte auf dieses Qualitätsmerkmal nativ und extra. Beide sind die Grundvoraussetzung für ein gutes Öl.

2. Was hat es mit dem Säuregehalt auf sich?

Der Säuregehalt von Olivenöl ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale. Bei nativem Olivenöl extra darf der Säuregehalt maximal 0,8 g/100 g betragen. Je niedriger der Säuregehalt des Olivenöls, desto höher ist die Qualität. Der Säuregehalt lässt nämlich einen Rückschluss auf die Qualität der verwendeten Oliven zu. Bei alten, überreifen oder sogar faulen Oliven steigt der Säuregehalt stark an. Der Säuregehalt kann man nicht schmecken, er kann nur im Labor gemessen werden.

3. Welches Olivenöl ist das Beste?

Die Frage nach dem besten Olivenöl, kann dir niemand beantworten nur du und dein Geschmack. Ein gutes Öl hat eine ausgewogene Mischung von fruchtig, bitter und scharf.

Heute produziert Spanien mit über einem Drittel der weltweiten Jahresproduktion mit Abstand am meisten Olivenöl. In den letzten Jahren nimmt auch die Qualität der spanischen Öle konstant zu. Im Supermarkt am weitesten verbreitet sind wohl italienische Olivenöle. Das griechische Klima ist perfekt für den Olivenbaum, so hat Kreta die meisten Sonnenstunden pro Jahr in ganz Europa. Dem entsprechend hoch ist auch die Qualität griechischer Öle.

Doch sagt die Herkunft allein nichts über die Qualität aus.

4. Was kann ich beim Kauf beachten?

Die Herkunft und die enthalten Olivensorten sollten auf der Verpackung oder in der Beschreibung des Olivenöls auf jeden Fall angegeben sein. Hier kannst du wie beim Weinkauf vorgehen. Wenn die Herkunftsangabe und die Angabe der verwendeten aber Sorten fehlen, deutet einiges darauf hin, dass die Öle verschiedener Mühlen gemischt wurden. Unter Umständen wird dann sogar Olivenöl verschiedener Jahrgänge, Länder und Ernten vermischt werden. Wenn dir eine Info mitgegeben wird, wie zum Beispiel: schmeckt nach Rosmarin, Früchten und Kräutern, dann hast du eine Idee. Mehr aber auch nicht.

5. Was sagen Testergebnisse aus?

Alles und nichts. Es gibt wahrscheinlich soviele Tests wie Ergebnisse von großen Anbietern benötigt werden. Verlass dich hier auf deinen Geschmack. Nicht alle guten Olivenöle schmecken gleich. Genau wie es beim Wein verschiedene Rebsorten gibt, haben sich auch in den Jahrhunderten verschiedene Olivensorten entwickelt, die sehr verschieden im Charakter sind und je nach Land und Klima noch dazu unterschiedlich angebaut werden.

6. Was kostet ein gutes Olivenöl?

Ein gutes Öl kann nicht billig sein, aber preiswert.

Je nach Bezugsquelle kostet ein Liter guten Olivenöls ca. 20 Euro. Am günstigen kaufst du einen 3 Liter Kanister, wenn du weißt das du ihn in überschaubarer Zeit verbrauchst und das Öl wirklch dein Lieblingsöl ist.

7. Wie bewahre ich Olivenöl auf und wie lange hält es?

Olivenöl wird am besten gut verschlossen an einem dunklen und kühlen Ort (10 bis 16 °C) gelagert. Einige Öl-Bestandteile sind anfällig gegen Oxidation durch Luftsauerstoff. Deshalb sollten Sie Ihre Olivenölflasche immer gut verschließen. Auch UV-Licht, beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung, fördert den Alterungsprozess des Öls.

Lagern kannst du Olivenöl gut verschlossen, kühl und dunkel mehrere Jahre.

Nur nach meiner Meinung nach ist die beste Wahl frisches Olivenöl der letzten Ernte zu verwenden. Somit interessiert mich die Lagerfähigkeit nicht so sehr. Da zählt für mich der Geschmack und dann ist es auch schon weg bevor es überhaupt alt werden kann.

Olivenöl hat die Eigenschaft, schon bei +8°C zu „gefrieren, das heißt, der Inhalt der Flasche ist flockig bis fest – ja nach Tiefe der Temperaturen. Wenn du es im Kühschrank lagerst und herausnimmst ändert es seine Struktur. Die Temperatur und das Aussehen hat keinen Einfluss auf die Qualität.

8. Kann man mit Olivenöl braten?

Klar kann man und dann nimm auch nur gutes Öl. Die fruchtigen, herben und leicht bitteren Noten von Olivenöl verfeinern den Geschmack von nahezu allen Speisen, ob Fisch, Fleisch oder Gemüse.
Achte darauf das das Öl nicht verbrennt. Denn das ist weder gut für´s Öl noch für alles was du zubereitest.

Die Idee billiges Öl aus dem Supermarkt zu nehmen ist keine gute Idee. Es kommt beim Kochen auf alle Zutaten und auf alle Geschmacksträger an. Wirklich auf alle.

9. Sind Oliven grün oder schwarz?

Von Natur aus sind Oliven im unreifen Zustand zunächst grün und verfärben sich erst während des Reifungsprozesses auf natürliche Weise über Violett bis hin zu fast Schwarz (eigentlich eher Dunkelviolett). Das bedeutet bei echten Schwarzen Oliven handelt es sich um voll ausgereifte Oliven.

Aus Kostengründen, genauer gesagt weil es zeitaufwendiger ist die natürliche Reifung der Oliven auf wenige Tage genau abzuwarten und grüne Oliven einfacher verarbeitet werden können, helfen einige Hersteller bei der Farbe der Oliven nach. Außerdem muss man so nicht zweimal im Jahr ernten, erst unreife grüne und später dann reife schwarze Oliven. Achte auch hier beim Kauf darauf, ob geschummelt wird. Und bild dir deine Meinung.

Grüne Oliven schmecken besonders intensiv, manchmal leicht bitter und etwas scharf schmecken. Die schwarzen Oliven sind im allgemeinen etwas milder.

10. Wieviele Oliven benötigt man für einen Liter Öl?

Je nach Sorte benötigt man für einen Liter Olivenöl etwa fünf bis zehn Kilogramm Oliven. Ein großer ausgewachsener Olivenbaum kann leicht bis zu 180 kg Oliven tragen. Im Durchschnitt werden von einem Olivenbaum 50-70 kg Oliven geerntet, das heißt ein einziger Baum produziert pro Jahr etwa fünf bis zehn Liter Öl.

Noch mehr Tipps findest du auf: www.oelea.de

 

 

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