Frühjahrsputz mit Gute Laune-Garantie

Anfang 20 bin ich das erste Mal umgezogen. Erinnerst du dich noch deine Zeit? Ich hatte damals ein paar überschaubare Dinge. Drei mal wurde der Kofferraum meines Golfs vollgestopft, einmal zu Ikea gefahren und das war´s. Und – ein Golf war früher kleiner als heute – deutlich kleiner.
Ich war happy und stolz auf meine erste Wohnung. Sie war satte 45 m² groß und das war richtig groß damals.

Ich lebte von wenig Bafög und es fühlte sich gut an.

Dann war ich fertig. Hatte einen ersten Job und ab da, irgendwie wurde alles immer mehr. Heute – ein paar Jahre oder mehr sind ins Land gezogen. Es sind nicht wenige Dinge, die habe ich in mehr- und-mehrfach…
Yogahosen, da stapeln sich so zehn übereinander, sogar Yogamatten hab ich mehr als eine, Blumenvasen, obwohl ich selten Blumen kaufe. Geschirr habe ich reichlich. Ich kann locker 30 Personen einladen. Und dabei sind auch ein paar einsame übriggebliebene Teller, angestoßen von Geschirrsets, die mal zu sechst waren.

Kurzum: Ich besitze eine Menge Zeugs.

Schon letztes Jahr im Winter kam der große Rappel und ich begann zu sortieren und war mächtig stolz auf mich. Die Wohnung wurde leerer und ich fühlte mich leichter. Klasse!

Und nun, ich umgezogen. Mach das mal und zieh in eine Wohnung, die kleiner ist als die alte. Es funktioniert nicht umgekehrt! Und ich erinnerte mich an meine minimalistischen Zeiten, lang ist es her. Es gab wenig Auswahl und das Leben war herrlich einfach.

Und diese Einfachheit war doch entspannend. Es gab ne Menge Raum für lustige Gedanken und Lebensfreude. Für Ruhe im Kopf.

Also, weg damit. Damit meine ich aber nicht schmeiß alles weg. Frag dich, wer kann´s brauchen, wer hat Spaß daran.

Fang beim Kleiderschrank an. Das ist lustig. Mach einen Stapel, was du noch nie angezogen hast. Ich wette, da gibt´s ne Menge. Und dann: Tüte auf, Altkleidersammlung, oder vorher die Freundin fragen und einfach verschenken.

Gleich hinterher die Dinge, die dir noch nie gepasst haben, die teuer waren, dir aber eh nie gestanden haben. Und Klamotten, die du gekauft hast, um wer anderes zu sein, als du bist

Bekomm jetzt keinen Schreck, wenn du feststellst, da bleibt nicht viel übrig.

Mach es mit allem anderen genau so. Was hat man alles, das man gar nicht mag, oder halt nicht mehr. Es hat sich einfach angesammelt. Und man sieht vor lauter alten Büchern, aus alten Bäumen, den Wald nicht mehr.

Macht nichts. Die beste Zeit ist immer jetzt und aufräumen tut soooo gut. Befreit den Kopf, schafft Platz. Nein – nicht für Neues – sondern für die Wertschätzung der Dinge, die du wirklich magst. Und jetzt benutze sie!

Einen wunderbaren Start in den Frühling wünsch ich dir.

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