Der Konradhof in Unering

der_trutiEs lebe die Tradition. Auch wenn es eine neue ist. Gestern war ich in Unering auf dem Konradhof und habe meinen Truthahn für Thanksgiving abgeholt.
Mir gefällt der Konradhof. Warum?

Der 35-jährige Landwirt Stefan Dellinger wagte vor vier Jahren den Sprung in die Großstadt mit einem eigenen Laden. Der Direktvermarkter setzt auf Freilandhaltung und produziert alle Fleischprodukte selbst.

„Der Konradhof soll ein Bauernhof zum Anschauen sein“, erklärt Stefan Dellinger. „Ich glaube, es braucht solche Betriebe, die die Leute wieder auf den Hof lassen“. Nicht nur deshalb hat sich Dellinger für die Freilandhaltung entschieden. Es ist Teil seines Betriebskonzepts, das auf die breite Direktvermarktung von regionalem Fleisch aus artgerechter Haltung angelegt ist. Dafür hat er 2010 eigens ein Schlachthaus mit angeschlossener Metzgerei gebaut. Denn er will Fleisch-Produkte aus einer Hand an qualitätsbewusste Kunden verkaufen. Mittlerweile unterhält er neben einem Hofladen zwei eigene Metzgereiläden im 35 Kilometer weit entfernten München.

Kleine Pause mit einem Video gefällig?

Der Bauernhof in Unering im Landkreis Starnberg befindet sich seit über 500 Jahre in Familienbesitz. Schon von weitem sehen Dellingers Kunden Hähnchen und Hennen, aber auch Puten und Schweine im Freiland herumlaufen. Es ist sein Aushängeschild und das realisiert er mit Mobilställen. Aber nicht nur seine Legehennen und Masthähnchen, auch seine Schweine wohnen in mobilen Ställen. Allein für die zwei Schweinemobile hat er 100.000 Euro investiert.
 
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die hofeigene Schlachtung. Seit immer wieder Bilder von Fehlverhalten in Schlachthöfen in den Medien erscheinen, interessieren sich die Verbraucher zunehmend für die Schlachtung ihres Fleischs. Beim Konradhof fallen nicht nur die Transportwege weg. „Es ist uns ein Anliegen, die Tiere so schonend wie möglich zu schlachten. Deshalb tun wir dies in Eigenregie“, so Dellinger. Pro Woche werden am Konradhof 14 Schweine, 4 Bullen, 250 Hähnchen und 10 bis 15 Puten geschlachtet und zu Wurst und Fleischprodukten verarbeitet.
 
www.konradhof.de

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